Lecture Series Lecture Series
Graduation Graduation
...und weiter ...und weiter
Unterstützung Unterstützung
 
 

Gelungener Auftakt von "Amerikanistik und dann?"

Großen Anklang fand die erste Veranstaltung der neuen Reihe "Amerikanistik – und dann?" der American Studies Alumni Association (ASAA) am 13. November. Vor rund 50 Studierenden berichteten drei Absolventen von ihrem Werdegang nach dem Amerikanistik-Studium. Geertje Hündorf, Beate Renker und Jan G. Saeger gaben den Studierenden Tipps, wie sich bereits während des Studiums Weichen stellen lassen, um den Berufseinstieg besser vorzubereiten. Im Mittelpunkt ihrer Ratschläge: Erfahrungen bereits während des Studiums durch Praktika und studiennahe Jobs sammeln, ein persönliches Netzwerk aufbauen und pflegen, sowie aktiv an Förderungsmöglichkeiten für Stipendien oder Auslandsaufenthalte herangehen.

So berichtete Geertje Hündorf von einer erfolgreichen Bewerbung im Congressional Fellowship Program. Dadurch konnte sie ein Jahr lang in Washington im House of Representatives arbeiten und intensive Einblicke in die amerikanische Politik und den US-Kongress gewinnen. Derzeit hält sie als Lehrbeauftragte am Institut ein Seminar zu diesem Thema. Die bei Studierenden häufig vorhandene Unsicherheit über zukünftige Arbeitsmöglichkeiten versuchte Hündorf mit ihrem Erfahrungsbericht und einem überzeugten „einfach machen!" zu zerstreuen. Auslandsaufenthalte während des Studiums sollten, wenn irgend möglich, Teil der persönlichen Planung sein, fügte sie hinzu.

Beate Renker, die eine Festanstellung als Kulturassistentin im US-Generalkonsulat Leipzig gefunden hat, rief die Studierenden zum Beispiel dazu auf, nach dem Studium auch befristete Stellen in Erwägung zu ziehen, um damit einen Einstieg zu schaffen. Außerdem sei ein insgesamt „runder" Lebenslauf mit der richtigen Mischung aus relativ guten Noten und außeruniversitären Aktivitäten wichtig – egal, ob es sich dabei um Jobs, ehrenamtliche Aktivitäten oder hochschulpolitisches Engagement handelt. Die Kontakte, die sich während solcher Arbeit ergeben, seien ein wertvolles Kapital. Chancen, die sich bei der Bewerbung um Stipendien ergeben, sollten durch gute Vorbereitung optimiert werden.

In eine ähnliche Richtung gingen die Tipps des dritten Referenten, Jan G. Saeger. Er arbeitet als Kommunikationsberater in Erlangen und betonte, dass neben praktischen Erfahrungen ein gutes Netzwerk an Kontakten für die Arbeit wie für das eigene Fortkommen wichtig seien. Beziehungen dürften zwar anfangs durchaus als "Türöffner" genutzt werden, müssten aber letztlich durch entsprechende Leistungen untermauert werden, um allmählich ein eigenes Netzwerk aufbauen zu können. Saeger bestätigte ebenfalls, dass Unternehmen nicht vorwiegend auf die Noten von Bewerbern schauten, sondern danach, ob ihr Lebenslauf ein interessantes Gesamtbild ergebe.

Während der anschließenden Diskussion zeigte sich bei den Studierenden Bedarf an mehr Information über Stipendien und Förderungsmöglichkeiten sowie an besserem Wissen um die damit verbundenen Auswahlverfahren. Die ASAA wird diese Anregungen aufnehmen und versuchen, für Studierende und Mitglieder entsprechende Informationsangebote anzubieten.

Die nächste Veranstaltung der ASAA wird der Auftakt der ASAA Lecture Series am 11. Dezember sein. Dr. Jeffrey Gedmin, Direktor des Aspen Institute Berlin, wird im Hörsaal 14 zum Thema "Current Status of German-American Relations" sprechen. Mitglieder der ASAA und Interessierte sind herzlich willkommen. Sowohl "Amerikanistik – und dann?" als auch die "ASAA Lecture Series" sind als Veranstaltungsreihen ausgelegt. In mehreren Veranstaltungen pro Jahr sollen sowohl praktisch nützliche als auch fachlich interessante Informationen für Studierende und Absolventen der Amerikanistik geboten werden.