Die dritte Veranstaltung der ASAA Serie "Amerikanistik und Dann?" hatte das Schwerpunktthema "Medien". Drei Ehemalige der Amerikanistik berichteten vor rund fünfzig interessierten Studierenden aus ihrem Arbeitsalltag im Medienbereich. Die Veranstaltung gab neben wichtigen Tipps und Ratschlägen auch ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem Studium und dessen Relevanz für die Tätigkeiten der Vortragenden wider.
Silke Mühl, die nach einem Studium der Amerikanistik und Kommunikations- und Medienwissenschaft im Bereich Medienwissenschaft der Uni Halle beschäftigt ist, sprach zunächst über die Notwendigkeit von Schwerpunktsetzung im Studium. Ein Semester im Ausland kann hier gute Möglichkeiten bieten. Die so entstehenden Kontakte zu pflegen und begonnene Projekte weiterzuverfolgen sah sie als beste Voraussetzung für den Einstieg ins Berufsleben nach dem Studium.
Dr. Änne Troester ist nach einem Studium der Amerikanistik und Theater-, Film- und Medienwissenschaften als selbständige Übersetzerin für Filme und TV Serien sowie als Filmkritikerin tätig. Sie betonte ebenfalls, wie wichtig die Pflege von Kontakten sei. Außerdem sei es aber auch wichtig, sich im Bewerbungsprozess für Praktika oder Jobs nicht nur auf die großen Namen zu stürzen: "Bei kleineren Firmen lernt man häufig alle Prozesse und Abläufe einer Arbeit kennen, bei größeren Firmen ist dies oft nicht der Fall".
Ihr Studium der Amerikanistik bewertete Änne Troester als idealste Art der Vorbereitung für ihre Arbeit an Filmübersetzungen, da nur mit einem möglichst breiten Wissen über sprachliche und kulturelle Eigenheiten des Originals eine nuancereiche Übersetzung möglich ist.
Jana Lindner arbeitet nach einem TV-Volontariat und dem anschließenden Studium der Journalistik und Amerikanistik als freie Journalistin an Beiträgen für Ratgebersendungen sowie mit einem zweiten Standbein in der Bewerberberatung. Ihr Beitrag machte vor allem deutlich, dass ihr Schritt in die Selbständigkeit einer eigenen TV Produktionsfirma während des Studiums größtes Organisationstalent und Zeitmanagement erforderte. Diese Fähigkeiten hätte sie aber zum Teil im Studium erworben, wenn mal wieder eine Hausarbeit geschrieben oder ein Referat vorbereitet werden musste. Hausarbeiten und Referate stellten für sie auch die Möglichkeit dar, das zielgerichtete Formulieren und die Präsentation von Wissen zu erproben, was für ihren Job dringend notwendig sei.
Alle drei betonten die Notwendigkeit, durch Referate oder Beiträge in Seminaren die nicht nur fachliche Kompetenz zu proben, sondern ganz allgemein die später so gefragte Selbstdarstellung.
Bei Fragen zur Veranstaltung und Interesse an Kontakten zu den Vortragenden dieser oder früherer "Amerikanistik und Dann?" Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an Zoe Kusmierz.